Wie Sie die Versorgung Ihrer Patienten optimieren können

Hochwertige Patientenversorgung ist das oberste Ziel der Zahnheilkunde. Wir können heute auf eine ganze Reihe neuer Errungenschaften in der Zahnheilkunde zurückblicken, die die Qualität der Behandlungen verbesserten.

Den Weg dafür ebneten besonders der technologische Fortschritt und die Vielzahl an Spezialisierungen. Doch welche sind die beliebtesten Tools und wie kann die Patientenversorgung mit Hilfe der richtigen Mitarbeiter noch weiter optimiert werden?  

Es erfordert ein Team

Vor nicht allzu langer Zeit gingen Patienten hauptsächlich zum Zahnarzt, wenn sie Schmerzen hatten oder um eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch zu nehmen. Das übliche Team einer Zahnarztpraxis bestand aus einem Zahnarzt, sowie einigen Dentalhygienikern und Spezialisten, wie beispielsweise Parodontologen. Es gab eine entsprechend begrenzte Verbindung zwischen der Versorgung durch den Zahnarzt und der Behandlung anderer gesundheitlicher Probleme wie zum Beispiel Diabetes und Schlafapnoe.

Heute gestaltet sich die Praxislandschaft anders. Vieles hat sich geändert und auch das Behandlungsspektrum wächst rapide. Genauso wie es ein gutes Team erfordert, ein Fußballspiel zu gewinnen, so ist auch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachkräften verschiedener medizinischer Bereiche gefragt, um Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung bieten zu können. Ansprüche der Patienten steigen stetig und damit auch die Auswahl an Behandlungen in deutschen Zahnarztpraxen.

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Technologien, bei denen der Patient im Mittelpunkt steht

Dank verschiedener Innovationen und digitaler Gerätschaften, konnten auch die Behandlungen selbst optimiert werden. Sie stellen nun vermehrt die Bedürfnisse des Patienten in den Mittelpunkt. Transparente Aligner sind ein gutes Beispiel für eine dieser neuen patientenzentrierten Behandlungsformen. Die Aligner sind nahezu unsichtbar und diskret. Sie werden individuell angefertigt und können Zähne in die vorab festgelegte Position rücken, ohne die tägliche Routine des Patienten einzuschränken.

Vor einigen Jahren war es nicht nur kostenintensiv, dieses Niveau der Patientenversorgung zu gewährleisten, sondern auch zeitaufwendig. Benötigte ein Patient zum Beispiel eine Krone, mussten zunächst Abdrücke genommen und diese ins Labor geschickt werden. Das Warten, bis eine Krone endgültig eingesetzt werden konnte, bedeutete für den Patienten eine Zeit voller Unwohlsein und Schamgefühl. Heutzutage machen es 3D-Druck-Technologie und taggleiche Zahnheilkunde möglich, Kronen in nur einem Termin einzusetzen – sehr zur Erleichterung der Patienten.

Dank der Fortschritte in der Zahntechnik können Patienten eine Vielzahl von modernen und individuellen Lösungen für allgemeine zahnärztliche Eingriffe erhalten. Beispiele für solche Technologien sind:

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CAD / CAM

CAD / CAM Techniken ermöglichen die Anfertigung von Zahnersatz in deutlich kürzerer Zeit als bisher. Zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass noch zusätzliche Anpassungen vorgenommen werden müssen. CAD / CAM-Systeme werden auch für die Planung von Totalprothesen und für das Drucken von Zahnschienen eingesetzt, wodurch Präzision bei der Behandlung und langfristige Haltbarkeit bei hohem Tragekomfort gewährleistet werden. Die CAD / CAM-Technologie kann nicht nur im Labor, sondern auch im Chairside-Verfahren, d.h. direkt am Behandlungsstuhl, genutzt werden. Behandlungen, die früher zwei oder mehr Zahnarztbesuche erforderten, können somit auf eine Sitzung reduziert werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, da Patienten in der heutigen Zeit, nur wenig Zeit mitbringen. 

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Cone Beam CTs

Cone Beam CTs, kurz CBCT oder Digitale Volumentomographie, liefern in kürzester Zeit 3D-Aufnahmen der Mund-, Kiefer- und Gesichtsanatomie eines Patienten. Dadurch können u.a. Zahnimplantate besser eingepasst werden. Ein CBCT liefert zusätzlich weitere wichtige Details, die für komplexe Behandlungen, wie beispielsweise eine schwierige Wurzelkanalbehandlung, hilfreich sind.

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Intraoralkameras

Intraoralkameras erzeugen genaue Bilder der Zähne und der umliegenden Strukturen, sodass der Patient in die Behandlungsplanung miteinbezogen werden kann. Dieses kleine, Stab-ähnliche Gerät kann Bilder von einem einzelnen Zahn oder mehreren Zähnen aufnehmen. Sogar für Zahnärzte, die digitale Röntgenaufnahmen verwenden, um Karies und andere Erkrankungen zu diagnostizieren, kann eine gute intraorale Kamera von Nutzen sein – zum Beispiel, um Patienten zu zeigen, wie sie ihre Zähne richtig pflegen können und wie sich im Laufe der Zeit Zahnveränderungen ergeben haben. Die Bilder können auch verwendet werden, wenn Ansprüche an eine Versicherungsgesellschaft gestellt werden müssen.

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Laser Assisted New Attachment Procedure (LANAP)

Laser Assisted New Attachment Procedure (LANAP) ist eine Methode, bei der mithilfe des Lasers Bakterien entfernt werden, indem dieser auf das Gewebe zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch gerichtet wird. Dadurch wird nicht nur gesundes Gewebe geschont, sondern auch die Heilung von durch Zahnfleischerkrankungen geschädigten Knochen und Zahnfleisch gefördert.

CO2-Laser

CO2-Laser arbeiten sowohl auf harten, als auch auf weichem Gewebe besonders sanft leise. Eine Betäubung ist nicht erforderlich. Patienten, die aufgrund einer Angst vor Spritzen und Bohrgeräuschen zahnärztliche Behandlungen meiden, sind mit dem CO2-Laser gut beraten. Viele Patienten vereinbaren daraufhin auch wieder regelmäßigere Zahnarzttermine.

WaveOne

Die WaveOne-Feile macht endodontische Behandlungen für den Patienten schneller und angenehmer. Mit diesem rotierenden Handteil müssen Zahnärzte nur noch zwei Feilen für die Wurzelkanalaufbereitung verwenden, wodurch die benötigte Zeit für die Behandlung deutlich reduziert wird.

iCHIROPRO

iCHIROPRO ist ein elektronisches Unterstützungssystem für Implantate, das mit einem Tablet oder Smartphone verbunden wird und vorprogrammierte Arbeitsabläufe von führenden Implantatherstellern zeigt. Dieses Tool integriert auch Patientenakten, um eine individuellere Behandlung zu unterstützen. Da die Daten jeder einzelnen Sitzung werden in einer Patientenakte verwaltet, sodass der Zahnarzt beispielsweise nachvollziehen kann, aus welchem Grund eine Behandlung nicht erfolgreich war.

Quelle: Bien Air Dental

Quelle: Bien Air Dental

Digitale Innovationen in der Zahnmedizin ermöglichen eine effizientere Patientenversorgung und bessere Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachkräften als je zuvor. Verbesserte Diagnosen, angemessene Behandlungen und präzise Restaurationen – sie alle verbessern die Qualität der Patientenversorgung und ermöglichen es uns, eine bessere Leistungen zu erbringen.

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